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Schritte ins Elternsein

Es ist eine allgemeine Erkenntnis, dass Menschen in Konfliktsituationen für das eigene Problem meist eine eingeengte Sichtweise haben, aber eine hohe Sensitivität für ähnliche Probleme bei anderen. Diese menschliche Besonderheit wird in der Arbeit mit mehreren Familien, unter Schaffung einer Gruppenatmosphäre mit gegenseitiger Anteilnahme, mit Verstehen und Transparenz, genutzt. Ziel der Arbeit ist es, dass die einzelne Familie und ihre Mitglieder die Kraftquellen aus der Gruppe als Chance für sich selbst erleben. Diese aktive Einbeziehung der Familie bei der Wahrnehmung des gleichen Problems bei ihrem Gegenüber stärkt das eigne Selbstwertgefühl. Die Arbeit in der Familie wird in einer offenen Gruppe gestaltet, die wöchentlich einmal stattfindet und von einer Systemischen Therapeutin und einer Sozialpädagogin geleitet werde. Familien können so oft teilnehmen, wie sie wollen, einige kommen nur zwei- oder dreimal, während andere Familien regelmäßig und über Wochen teilnehmen.
Die Gruppe befasst sich bewusst mit Problemen von Kleinkindern und deren Eltern: Schreien, Essen, Schlafen, aggressives Verhalten, Disziplin, Eifersucht, etc.

Ein Beispiel für den Ablauf ist z.B. das Thema „Schreikinder“: Eine Möglichkeit, dies in der Gruppe zu bearbeiten, ist anhand eines kurzen Videos von einem schreiendem Kleinkind. Anschließend werden Kleingruppen gebildet und diskutiert, aus welchen verschiedenen Gründen ein Baby schreien kann. In der anschließenden Runde werden nicht nur die Gründe, sondern auch die spezifischen Maßnamen diskutiert, wie man das Schreien unterbinden kann.

Während am Anfang die Diskussionsthemen bewusst konkret gehalten sind, kommen im Laufe der Zeit Themen zur Sprache, wie Gewalt in den Familien, finanzielle Sorgen, Substanzmissbrauch, Freundschaften und wem man vertrauen kann, Probleme in der Herkunftsfamilie.

Familien lernen sich mit der Zeit kennen, sie rekrutieren auch neue Familien aus der Nachbarschaft und es knüpft sich langsam ein neues, soziales Netz, das diese Familien auch in Zukunft gut unterstützen kann.

Zielgruppe
Väter und Mütter und werdende Väter und Mütter, die die emotionale und soziale Entwicklung ihres Kindes unterstützen wollen. Dazu zählen u.a. Paare und Alleinerziehende, Erstgebärende, Mehrgebärende, Eltern mit Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit, mit und ohne Migrationshintergrund.

 

Ziele


Termine und Modalitäten auf Anfrage.

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Mit Kindern wachsen Schritte ins Elternsein

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